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Windows 10 Test – Erste Eindrücke

Windows 10 Test

Windows 10 Test – Meine ersten Eindrücke

Lange erwartet, jetzt ist es seit einigen Tagen endlich verfügbar: Windows 10!

Was hier folgt ist eigentlich weniger ein Windows 10 Test, als vielmehr ein Erfahrungsbericht. Ich werde nun in unregelmässigen Abständen immer wieder von meinen Erfahrungen mit Windows 10 berichten, was sich geändert hat, welche neuen und spannenden Features ich entdecken konnte etc.

Auch ich habe lange und sehnsüchtig darauf gewartet, dass Windows 10 endlich veröffentlicht wird. Sicher habt ihr als Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1 schon diese auffällige Windows-Kachel in eurer Taskleiste entdeckt? Über diese kann und konnte man sich das Upgrade auf Windows 10 kostenlos reservieren und wird dann informiert, sobald man das neue Betriebssystem herunterladen beziehungsweise installieren kann.

Übrigens: Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 (mit 8.0 muss man erst auf 8.1 updaten) bekommen Windows 10 kostenlos wenn sie bis Ende Juli 2016 upgraden! Erst wer nach diesem Termin auf Windows 10 umsteigen will, muss etwas bezahlen.

Da die Kommunikation diesbezüglich manchmal etwas schwammig ist: Wer innerhalb dieses Jahres das Upgrade auf Windows 10 durchführt, der kann dieses für immer kostenfrei nutzen!

Also dann, starten wir mal mit dem kleinen Windows 10 Test…

 

Reservieren und warten…oder direkt loslegen!

Für meinen Windows 10 Test brauche ich natürlich? Richtig, Windows 10! Ich habe also meine Win10 Version für mich reserviert und gewartet. Passiert ist einige Tage absolut nichts. Also habe ich mich umgeschaut und man kann den Download auch manuell starten (legal über ein von Microsoft bereitgestelltes Tool!):

Einfach diesem Link hier folgen: https://www.microsoft.com/en-us/software-download/windows10

Anschließend wählt ihr dort das passende Tool für euer Windows (32bit oder 64bit) und dann geht es auch schon los. Tool herunterladen, Windows 10 herunterladen, installieren und ab dafür! Na dann kann ich ja endlich mit meinem Windows 10 Test starten. :)

Windows 10 Test

Upgrade-Tool

Erst installieren, dann BäM!

Da ich heute früh nicht schlafen konnte, habe ich auch meinen PC mal aufgeweckt um zu schauen wie weit denn der Download von Windows 10 noch gekommen ist und siehe da, er war bereits abgeschlossen. Danach werden noch Updates gesucht und heruntergeladen und schon konnte ich mein System upgraden. Dabei bleiben zwar sämtliche Dateien, Passwörter, Dateipfade etc erhalten, aber zur Sicherheit sollte man trotzdem vorher seine Daten sichern, man weiß ja nie. Außer diesem Upgrade kann man sich auch einen Datenträger zum Booten erstellen (USB-Stick oder DVD) und so komplett neu installieren, dann verliert man natürlich alle Daten.

Ich habe jedenfalls das Upgrade durchgeführt und gewartet. Das ging aber recht flott, ein oder zweimal hat der PC neu gebootet und das Bild war abwechselnd mal auf meinem Hauptmonitor und mal auf meinem Fernseher, aber bei solchen Installationen sollte man sich einfach zurücklehnen, nicht erschrecken und das Ergebnis abwarten.

Ach ja, ich rate euch, NICHT die Expressinstallation zu wählen, sondern selbst festzulegen welche Daten an Microsoft gesendet werden und welche nicht.

Die Installation dauerte kürzer als erwartet (gefühlt würde ich sagen es war eine halbe Stunde), und dann war ich ehrlich gesagt einfach nur geflashed. Ich bin ja absoluter Apple-Fan. Nicht nur weil die Apfelprodukte in meinen Augen immer wieder eine Augenweide sind, sondern weil ich auch total auf Mac OS, also das Betriebssystem von Apple abfahre. Aber zurück zu meinem ersten Windows 10 Test. Die Installation war geschafft und ich, um es noch einmal zu betonen, einfach nur absolut geflashed!

 

Dieser Absatz entstand NICHT unter Drogeneinfluss!

Tolle Überschrift für den Absatz, nicht? Aber kennt ihr das, die Fenster sind aufgerissen, frische Luft durchströmt den Raum, ihr schließt die Augen und lauscht der Musik…und fühlt euch einfach nur frei?!

Genau so fühle ich mich wenn ich Mac OS benutze und exakt so habe ich mich gefühlt, als ich mein neues Windows 10 dann endlich benutzen konnte. Allein schon das neue Design fühlt sich viel freier und leichter an. Es ist schwer zu beschreiben, das muss man einfach erlebt haben. Das klingt jetzt vielleicht total seltsam und irgendwie nicht ganz gesund, aber ich hatte ein ganz anderes Gefühl als ich vor dem PC saß, als noch gestern mit Windows 7.

 

Zurück zu den Fakten

Die ersten Schritte mit Windows 10 fühlen sich also freier und flüssiger an als noch mit Windows 7, aber was hat sich für mich als Privatanwender nun geändert? Einige der Features und Änderungen will ich euch in meinem ersten „Windows 10 Test“ vorstellen.

Zum Einen muss man sagen, es fühlt sich nicht nur flüssiger an, es läuft auch tatsächlich flüssiger. Der gesamte Bootvorgang ist noch einmal verkürzt worden und dauert bei mir jetzt beispielsweise nur noch 6-7 Sekunden. Das sind gut zwei Sekunden weniger als noch unter Windows 7. Natürlich, das ist keine Zeit die man anderweitig nutzen würde, aber ein schnell hochfahrendes System schafft auch ein gewisses Wohlgefühl.

Ebenso starten die Programme, pardon ich meinte natürlich Apps, deutlich schneller. Ja, wir benutzen nun keine Programme mehr, sondern für Windows 10 sind das alles nur noch Apps. Selbst Schwergewichte wie beispielsweise Photoshop werden ab sofort als App bezeichnet. Das mag ein wenig befremdlich wirken, vor allem für jemanden wie mich, der allein wegen der Kachel- bzw. Smartphone-Optik Windows 8 komplett ausgelassen hat, aber im Endeffekt ist das ja nichts was das Arbeiten ändert, sondern nur eine Oberflächlichkeit.

Generell scheint Windows 10 eine Mischung aus dem eher klassischen Windows 7 mit Startmenü und bekannter Programmstruktur und Windows 8 mit Kacheloptik und Smartphone-Style zu sein. Wenn Microsoft weiter den Weg geht, für mobile Geräte (Tablet und Smartphones) und für PCs und Notebooks das selbe Betriebssystem zu liefern, dann sehe ich allerdings große Probleme auf den Software-Riesen zukommen. Die Ansprüche an ein OS sind ganz andere und so geht man einen Weg voller Kompromisse, der die Anwender auf Dauer nicht zufriedenstellen wird. Aber sei’s wie es sei, Windows 10 ist diesbezüglich ein Mischling und am PC macht es dennoch eine gute Figur.

Windows 10 Test

Das neue Startmenü mit einer Mischung aus klassischem Startmenü und Kacheloptik aus Windows 8

Das neue Startmenü

Ich habe es eben schon angesprochen, es gibt wieder vom Start weg ein richtiges, und allen bekanntes Startmenü (direkt mit Start des Betriebssystems, nicht erst nachdem sich Millionen von Nutzern beschweren). Doch auch hier hat sich einiges geändert.

Das Startmenü wirkt deutlich aufgeräumter und lässt sich umfassend den eigenen Wünschen anpassen. So kann man seine favorisierten Apps in der von Windows 8 bekannten Kacheloptik neben dem eigentlichen Startmenü organisieren und in Größe und Anordnung ändern, thematisch sortieren und noch vieles mehr. Auf meinem Screenshot seht ihr mein Startmenü, wie es nach kurzem Ausprobieren aussah, mittlerweile habe ich es deutlich besser auf meine Bedürfnisse abgestimmt.

Das Startmenü als solches gefällt mir außerordentlich gut. Die Programme sind wie gewohnt alphabetisch sortiert, nun aber auch nach Anfangsbuchstaben getrennt. Die Favoriten-Kacheln sind individuell anpassbar, was zu einem stark personalisierten Startmenü führt und damit das Arbeiten deutlich erleichtert, sobald man das Menü erstmal entsprechend angepasst hat.

 

Mehrere Desktops erleichtern das Arbeiten

Kennt ihr auch diese Leute, die zwei und mehr Monitore auf ihrem Schreibtisch stehen haben? Früher hielt ich das für pure Angeberei und Geldverschwendung, bis ich mir selbst einen zweiten Monitor besorgt hatte. Am Ende hatte ich meinen Hauptmonitor und nutze außerdem noch einen zweiten Monitor und ein TV-Gerät an meinem PC. Schon nach kurzer Zeit hatte ich dieses Setup zu lieben gelernt, hatte man doch immer alles im Blick. Auf dem TV läuft die Bundesliga per SkyGo während ich auf dem Hauptmonitor beispielsweise eine Präsentation vorbereiten konnte und auf dem zweiten PC-Monitor die nötigen Recherchen tätigen konnte. Und das alles ohne immer wieder zwischen den verschiedenen Programmen und Fenstern hin- und herzuschalten.

Unter Windows 10 gibt es nun die Option einen zweiten (und mehr) virtuellen Desktop zu erschaffen und gewisse Programme dort hin auszulagern. So kann ich in einem Desktop beispielsweise recherchieren und auf dem zweiten Desktop diese Informationen verarbeiten oder gefundene und geschossene Bilder bearbeiten. Oder ich trenne privates vom Beruflichen…es ist jedenfalls eine nette Spielerei, momentan für mich aber noch nichts was einen absoluten Mehrwert bringen würde. Ich habe zwar mittlerweile nur noch meinen einen Monitor und daneben den TV, aber für den virtuellen Desktop sehe ich für mich noch keine wirklich sinnvollen Einsatzmöglichkeiten.

Windows 10 Test

Mit einem weiteren (virtuellen) Desktop kann man zB Arbeits- und Nutzer-Oberfläche trennen.

 

Die zweite Taskleiste. Endlich!

Eine kleine Änderung mit großer Wirkung, jedenfalls für mich und viele andere Anwender die ich kenne! Unter Windows 7 war es noch so, dass ich auf meinem Hauptmonitor eine Taskleiste hatte, auf dem zweiten Monitor allerdings nicht. Mit Windows 10 hat sich dies nun geändert und man bekommt auf jedem angeschlossenen Monitor oder TV eine Taskleiste angezeigt. Das erleichtert die Bedienung ungemein.

Für viele nur eine Kleinigkeit, für mich eine der besten Neuerungen! :)

Windows 10 Test

2 Desktops und endlich auch 2 Taskleisten!

 

Edge: Der neue Internet Explorer

Sind wir mal ehrlich, der Internet Explorer war arg in die Jahre gekommen und hat völlig zurecht immer weiter an Marktanteilen verloren. Nicht schlank genüg, zu langsam, zu altbacken. Das waren die Vorwürfe die ich nur bestätigen kann. Auch bei mir war der IE nur noch Browser Nummer Drei, und das auch nur weil ich zu faul war mir neben Chrome und Firefox noch einen dritten Browser zu laden…und der Internet Explorer war ja sowieso schon am Start.

Mit Windows 10 gehört der Internet Explorer (endlich) der Vergangenheit an und der neue Browser Edge feiert sein Debut. Das Logo erinnert „ein wenig“ an den Internet Explorer, wie ihr auf meinen Screenshots in der Taskleiste sehen könnt, ansonsten kommt Edge allerdings tatsächlich ganz anders daher als sein Vorgänger.

Windows 10 Test

So sieht Edge nach dem Start aus

Der neue Browser wirkt extrem spartanisch und aufgeräumt. Genau so gefällt mir ein Browser ehrlich gesagt auch. Ich brauche keine zwanzig unnötigen Schaltfläschen, hier ein blinkendes Lämpchen und dort ein Shortcut. Nein, ich mag es aufgeräumt und dafür flott. Und was die Geschwindigkeit angeht kann ich nichts schlechtes sagen. Natürlich fehlen dem Edge Browser zum Beispiel noch die ganzen Cookies etc, die mein Chrome momentan noch deutlich schneller arbeiten lassen, aber im Vergleich mit dem Internet Explorer macht der Umgang mit Edge deutlich mehr Freude.

Erste Plug-Ins für Edge soll es dem Vernehmen nach leider erst im Spätsommer bis Anfang Herbst geben, aber bis dahin lässt er sich meiner Meinung nach auch in seiner jetzigen Form super benutzen. Ich bin sowieso nicht der Typ, der sich zig Plug-Ins für seinen Browser besorgt.

Windows 10 Test

Edge mit einem offenen Tab

 

Die neue Bildvorschau

Wie das gesamte Design von Windows 10 ist auch die neue Bildvorschau deutlich aufgeräumter, weniger verspielt und wirkt „cleaner“.

Keine unnötigen Rahmen, sinnvoll angeordnete Schaltflächen…das zieht sich durch das komplette Betriebssystem und macht auch vor der Bildvorschau nicht Halt.

Um es kurz zu machen und es nochmal zu erwähnen: Mir gefällt diese aufgeräumte, fast spartanische Optik einfach. Ich will schließlich mit meinem PC arbeiten können, ohne dass überall noch ein unnötiger Schnörkel ist. Da kommt mir so eine leicht opuristische Optik gerade recht!

Windows 10 Test

Die neue Windows Bildvorschau

 

Mein erster Windows 10 Test und meine ersten Probleme

Insgesamt war ich absolut erstaunt wie unkompliziert und reibungslos das Upgrade auf Windows 10 schlussendlich gelaufen ist, ein paar kleinere Problemchen sind aber doch aufgetreten, diese will ich euch nicht verschweigen:

– Wie erwähnt hatte ich 3 Bildschirme (2 PC Monitore und 1 TV) angeschlossen. Nach der Installation von Windows 10 wurde mir mein zweiter PC Monitor nicht mehr angezeigt. Das dürfte aber einfach daran gelegen haben, dass ich einen neuen Treiber für meine Grafikkarte hätte herunterladen müssen. Da ich den zweiten Monitor aber sowieso vom Schreibtisch verbannen wollte, war das weniger ein Problem für mich.

– Die Bildschirmauflösung hat es absolut verrissen und mein TV war neuerdings Hauptmonitor und der PC-Monitor nur noch Nummer 2. Das ist allerdings nichts, wovon die Welt untergeht, man muss nur wissen wo und wie man das ändert.

– Manche Einstellungsmöglichkeiten musste ich erst eine Weile suchen. Ja mein Gott, so ist das eben mit einem neuen Betriebssystem.

 

Mein erster Windows 10 Test und mein erstes Fazit

Ich bin bis hier her absolut begeistert von Windows 10! Das Upgrade lief komplett reibungslos, meine Daten wurden wie versprochen alle übernommen und das Design von Windows 10 überzeugt mich und trifft meinen Geschmack auf voller Linie!

Das System lässt sich deutlich stärker personalisieren und an die eigenen Bedürfnisse anpassen, auch das weiß zu gefallen, da so ein gewisser Work-Flow gewährleistet wird.

Manchmal wirken die Menüs noch etwas unausgereift. Manche Einstellungen werden dem Nutzer fast schon auf’s Auge gedrückt, damit man diese auch ja findet, andere muss man erst zeitaufwendig in irgendwelchen Untermenüs suchen. Da wäre auf jeden Fall noch Verbesserungspotential.

Insgesamt aber bin ich sehr zufrieden und bereue den Wechsel nicht. Diese aufgeräumte und deutlich moderner wirkende Oberfläche ohne unnötigen Schnick-Schnack, das ist genau meins!

Windows 10 Test

Das Menü für Einstellungen. Sehr aufgeräumt und modern.

 

Würde ich Windows 10 also empfehlen?

Dazu ein klares Jain!

Da Windows 10 erst seit einigen Tagen auf dem Markt ist, gibt es hier und da natürlich noch Probleme und Fehler. Bei mir waren das aber eher Kleinigkeiten.

Ich denke, wer einfach nur ein Betriebssystem installieren will, welches läuft und keine Mucken macht, der sollte vorerst noch bei einer der Vorgängerversion bleiben und vielleicht bis zum Erscheinen von Service Pack 1 warten.

Wer aber kein Problem damit hat hier und da mal noch einen kleinen Fehler zu beseitigen oder eine extra Einstellung vornehmen zu müssen und sich generell ein wenig mehr mit seinem Betriebssystem auseinandersetzt, dem kann ich Windows 10 nur wärmstens empfehlen!

Das war es nun erstmal mit meinem ersten Windows 10 Test, vielleicht werde ich da in Zukunft noch ab und an mal drauf zurückkommen und über meine weiteren Erfahrungen berichten, mal sehen…

 

Euer eigener Windows 10 Test

Seid ihr schon auf Windows 10 umgestiegen oder habt ihr noch vor das kostenlose Update auf Windows 10 zu nutzen?

Wenn ihr noch Probleme damit habt, ich habe mittlerweile auch ein Buch für Anfänger in Sachen Windows 10 hier vorgestellt, vielleicht erleichtert euch das einiges.

 

Neben dem Update für alle qualifizierten Rechner gibt es Windows 10 natürlich auch bei Amazon zu kaufen.

jogi

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4 thoughts on “Windows 10 Test – Erste Eindrücke
  1. Rüdiger Haungs

    Im Moment stellt sich mir die Frage nicht auf Windows 10 upzudaten da mein PC kaputt ist ! Aber früher oder später wird das wohl kommen ! Ich meld mich bei Problemen dann bei dir da du bis dahin bestimmt Profi bist ! ;)

     
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  2. Pingback: Windows 10 Buch - Der perfekte Einstieg | jogi-testet.de

  3. Christian D.

    Finde es wieder mal ein sehr guten Test,
    diesmal wirklich ausführlich!

    Ich selbst hänge sehr an Windows 7 … kann mich schwer von altbewahrtem lösen …
    Mein Dad hat sich auf dem Laptop sich nun mal Win 10 drauf gezogen.
    Durfte zum Glück ein Win 10 Buch testen, mit dem arbeiten wir uns gerade durch und ein :)

     
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