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Baracuda Vodka – Das Wässerchen aus Deutschland

Baracuda Vodka

Baracuda Vodka – Der neue Raubfisch im Vodka-Teich?

Baracuda Vodka habe ich ja noch nie gehört, muss man den kennen? Nun, ich trinke ja sehr gerne Vodka. Um genau zu sein, ist es meine absolute Lieblings-Spirituose, weshalb ich in dieser Richtung auch immer wieder etwas neues ausprobiere und ganz einfach viele verschiedene Erzeugnisse und Geschmäcker kennenlernen will. Entsprechend habe ich auch einige, verschiedene Flaschen Vodka bei mir auf dem Regal stehen…und nun hat sich ein neuer Herausforderer aufgemacht, die Vodka-Meere zu beherrschen!

Viele Spirituosen werden namentlich eng mit Tieren verknüpft, die ähnliche Eigenschaften mitbringen wie das Getränk selbst, oder zumindest dienen verschiedene Tiere gerne mal der Namensgebung. So habe ich euch ja bereits den Beluga Vodka vorgestellt, es gibt aber beispielsweise auch noch den Grey Goose Vodka, Elephant Gin und viele andere Spirituosen mit animalischer Namensgebung.

Dieser Vodka hier sticht auf den ersten Blick in drei Punkten aus der Masse heraus:

  1. Für diesen Vodka war der Barracuda (kurz: cuda oder deutsch: Barrakuda) Namensgeber. Der Barracuda ist ein Raubfisch, welcher bis zu zwei Meter lang und 50 Kilogramm schwer werden kann. Normalerweise greift er keine Menschen an, es kommt allerdings immer wieder zu Unfällen, bei denen die Raubfische beispielsweise glitzernde Objekte wie Schmuck und Uhren mit Beutefischen verwechselt und deshalb zugebissen haben. Durch die messerscharfen Zähne können dabei große und stark blutende Fleischwunden entstehen die nicht ungefährlich sind. Nach einem Biss merken die Raubfische aber, dass sie sich vertan haben und schwimmen davon. Trotzdem würde ich einem ausgewachsenen großen Barrakuda lieber nicht in freier Natur begegnen wollen.
  2. Er stammt aus Deutschland! Typische Vodkaländer waren seit jeher Russland und Polen, dann sind irgendwann die Schweden in der öffentlichen Wahrnehmung aufgetaucht, Frankreich hat mit dem Grey Goose seinen Siegeszug durch die Vodkaszene gefeiert…doch Deutschland hat sich bisher nicht als großes Vodka-Herstellungs-Land hervorgetan. Natürlich gibt es auch aus der Bundesrepublik ein paar tolle Vodka-Sorten, aber der richtige Durchbruch ist noch nicht so richtig gelungen. Baracuda Vodka hält nun ebenfalls die deutsche Flagge hoch, wenn es um die eher untypischen Vodka-Länder geht.
  3. Der Preis! Ich trinke ja gerne hochwertigen und auch etwas teureren Vodka, aber der Preis des Baracuda Vodka hat mich dann anfangs doch ein wenig geschockt. Eine noch recht unbekannte Marke, die Standard-Größe von 0,7 Litern in einer Flasche und dann, haltet euch fest, kostet diese Flasche 99,90 Euro! Das ist schon ein absolut stolzer Preis für ein eher unbeschriebenes Blatt. Aber gut, Grey Goose hat es vorgemacht und das Segment der Super Premium Vodkas geschaffen, warum also sollte der Baracuda Vodka damit keinen Erfolg haben? Wichtig ist eben nur, dass der Preis dann auch irgendwo mit dem Produkt in Einklang steht.
Baracuda Vodka

Die Tiefsee ruft!

Ein majestätisches Erscheinungsbild

Der Baracuda als solcher fällt auf…um euch vollends zu verwirren, werde ich nun immer die Schreibweise des Vodkas benutzen und ihr dürft dann grübeln ob ich von eben jenem Vodka oder vom Raubfisch rede. ;-) Hier ist allerdings erstmal der Vodka gemeint, denn wie einige andere Super Premium Vodkas (beispielsweise Grey Goose und Belvedere) setzt man beim Baracuda auf eine längliche Flaschenform in Milchglas-Optik mit Sichtfenster auf das namensgebende Tier. Was der lange, verschachtelte Satz sagen will, sehr ihr hier auf dem folgenden Bild:

Baracuda Vodka

In guter Super Premium Vodka Gesellschaft

Durch diese Optik reiht er sich nahtlos in die Riege der Super Premium Vodkas ein, zumindest was das Aussehen angeht. Ich persönlich finde dieses Design ja absolut klasse, denn es zeugt von etwas außergewöhnlichem und besonderem. Nicht ganz ohne Grund, hebt sich eine solche Optik deutlich von den bekannten Supermarkt-Vodkas ab, die zwar auch teilweise echt gut aussehen, aber oftmals eher im Standard-Design daherkommen.

Das Sichtfenster eröffnet nicht nur einen Blick in das Meer, sondern regt auch ein wenig die Sinne an, abzutauchen und sich auf das unbekannte Abenteuer einzulassen.

Optisch kann mich der Baracuda Vodka daher komplett überzeugen und spielt zumindest in dieser Kategorie direkt mit den ganz Großen der Szene. Da Vodka aber mehr können sollte, als nur im Regal stehen und gut aussehen, muss er definitiv probiert werden. Hält der Geschmack, was die Optik und allen voran der Preis verspricht?

Erlesener Weizen aus deutscher und europäischer Produktion und reinstes Wasser aus einer artesischen Quelle klingen auf jeden Fall exquisit und eines solchen Vodkas angemessen, aber im Endeffekt zählt ja nicht das, was der Hersteller schreibt, sondern das, was nachher im Glas landet.

Mit dem Baracuda in die Tiefsee eintauchen

Was verbindet man mit dem Meer? Frische und klarstes Wasser kommen mir da zuerst in den Sinn. Und so präsentiert sich der Baracuda Vodka auch in der Nase, er riecht sehr rein, neutral und überaus frisch. Auf jeden Fall so, wie es zum Baracuda und dem Flaschendesign passt und so, wie man es auch erwarten durfte.

Wie immer habe ich den Vodka eisgekühlt und bei Zimmertemperatur probiert…und beide Male macht er eine überaus gute Figur.

Geschmacklich ist der Baracuda ungeahnt leicht und mild. Zwar bringt er nicht die maritime Note des von mir getesteten Beluga Transatlantic mit, doch eine leichte Meeresbrise weht dennoch mit ihrer ganzen Frische durch das Glas. Zudem bietet der Baracuda ein sehr volles Geschmackserlebnis, ohne mit einer Vielzahl an aromatischen Noten aufzuwarten. So schmeckt der Vodka bei aller Milde und Neutralität niemals flach, sondern sehr vollmundig. Die 40% Alkohol merkt man dem Baracuda zu keiner Zeit an, wie der Raubfisch selbst ist das Äußere hier deutlich aggressiver als der Inhalt dann letztendlich.

Ohne Übertreibung ist der Baracuda Vodka der mildeste Vodka, den ich bisher getrunken habe. Wie erwähnt, schmeckt er außerdem sehr neutral und eignet sich damit nicht nur zum pur trinken, sondern ist auch eine perfekte Basis für gute und hochwertige Cocktails. Ob man einen Vodka mit einem Literpreis von 142,71 Euro (!) unbedingt mischen sollte, darüber wird im neuen Jahr sicher noch ein Beitrag hier erscheinen, zweifellos stellt der Baracuda Vodka aber durch seine Eigenschaften die perfekte Basis für Cocktails dar.

Um das nochmal kurz aufzugreifen, der Baracuda Vodka schmeckt sowohl bei Zimmertemperatur vorzüglich, als auch eisgekühlt – Wobei er eisgekühlt etwas frischer daher kommt und seine leichten Aromen dafür zurückhaltender auftreten.

Baracuda Vodka

Tolles Design, man taucht direkt ab.

Fette Beute oder doch nur Beifang? Ein Fazit zum Baracuda Vodka

Ganz zum Schluss kann ich noch einmal den Bogen zum (fast) gleichnamigen Raubfisch spannen. Er sieht gefährlich aus, ebenso wie der Baracuda Vodka rein äußerlich eine Kampfansage an das Segment der Super Premium Vodkas darstellt. Und ebenso wie sein Namensvetter in den tiefen Gewässern eigentlich vergleichsweise harmlos ist, so präsentiert sich dieser Vodka geschmacklich eher neutral und unglaublich mild. Wie ihr vielleicht wisst, heißt Vodka so viel wie „Wässerchen“…und manchmal fragt man sich hier durchaus ob nicht wirklich einfach Wasser abgefüllt wurde. Aber keine Sorge, beim Baracuda handelt es sich tatsächlich um einen hochwertigen und einfach unfassbar milden Vodka. Als Grundlage für gute Cocktails, pur bei Zimmertemperatur oder on the rocks – Der Baracuda weiß zu überzeugen. Wer spannende Geschmacksnuancen will, der ist hier zwar falsch, aber wer einen überaus milden, reinen, hochwertigen Vodka sucht, der sollte unbedingt mal ein Auge auf den Baracuda Vodka werfen. Die Investition lohnt sich definitiv.

Die Homepage zum Baracuda Vodka findet ihr übrigens hier.

Wie ist das bei euch, würdet ihr überhaupt so viel Geld für ein Genussmittel ausgeben? Und gehen wir noch einen Schritt weiter: Darf man solch teure Spirituosen eurer Meinung nach mischen und als Grundlage eines Cocktails nutzen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

—–

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jogi

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14 thoughts on “Baracuda Vodka – Das Wässerchen aus Deutschland
  1. Rüdiger Haungs

    Erstmal ein Kompliment ;) wieder ein toller Bericht :) aber Lustbauf Vodka macht es mir nicht da ich ja, wie Du weißt, eher auf Whisky stehe ! Aber da würde ich auch mal mehr für einen guten ausgeben! Allerdings wird der dann nicht gemischt! Das wäre viel zu Schade ! :)

     
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  2. Daniela

    Danke für den ziemlich coolen Bericht !
    Ich wäre aber für diese Art von Spirituosen aber leider nicht zu haben –
    Wäre ne ziemlich teure Deko (also die Flasche ansich :D )
    100 Euro für 0,7l Vodka, den ich eh meist gemischt trinke ist mir dann doch ne Spur zu teuer.
    Für Liebhaber und richtige Kenner ist das aber bestimmt ne gute Sache!

     
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    1. jogi

      Man kann auch teure Spirituosen mischen ;-) Aber ich glaube dazu muss ich demnächst tatsächlich mal einen Post bringen :D

      Aber klar, wenn man nur ab und an oder nur auf einer Party mal sowas trinkt, dann kommt man auch mit deutlich weniger Geld aus, es gibt ja auch für 10 Euro genügend gute Sachen :)

       
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      1. Daniela

        So mancher würde eventuell die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wenn ich den Vodka mit Energy-Drink oder O-Saft mischen würde :D
        Ich glaub, der ist am Besten pur zu genießen
        Und ja, ein Bericht dazu wäre schön ;)

         
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  3. Katharina

    Wusstest du das man nur vodka aus Polen mit V schreiben darf/ sollte und Deutschen mit W? ;) Wusste ich auch nicht bis vor kurzem.

     
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  4. Jenny Brunner

    Hui dafür wäre ich zu geizig! 😄
    Ist ja ein stolzer Preis! 😄
    Aber ein sehr interessanter Bericht! 😊👍

     
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    1. jogi

      Irgendwas muss man sich ja gönnen und auch wenn ich insgesamt recht selten Alkohol trinke…ich bin einfach Vodka-Fan und geb da auch gerne mal etwas mehr für aus :)

       
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  5. Tobias

    Deutscher Vodka… interessant. Wusste weder, dass es das gibt, noch, dass es offensichtlich schmeckt. Interessanter Beitrag!

     
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    1. jogi

      Es gibt sogar noch ein paar mehr, aber das war der erste den ich getestet habe…kommen im Laufe der Zeit aber sicher noch andere :D

       
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  6. Tina Stu

    Hallo,

    die Optik ist ja der absolute Hammer 😀
    Da ich keinen Alkohol trinke, wäre es aber definitiv ein großartiges Geschenk für Wodka Liebhaber…

    Viele Grüße Tina

     
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  7. Alexandra Ersfeld

    Ich trinke keinen Alkohol da mein Magen das nicht verträgt. … also früher schon ab und an mal….. schade darum. … aber kann den immer noch verschenken ;-)

     
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  8. Christian D.

    Ei ei ei, als Student kann ich da bei dem Preis wirklich nur mitm Kopf schütteln.
    Okay ich kann verstehen, dass Qualität was kostet und die Herren auch daran verdienen wollen.
    Aber ich selbst gönn mir da lieber in anderen Bereichen mal etwas Edleres.
    Beim Alkohol brauche ich das (noch) nicht!

     
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  9. Stephanie S.

    Seeehr blumig geschrieben, muss ich sagen :P
    Ist mir für meinen Teil sogar etwas zu blumig.

    Deswegen bin ich nach etwas lesen auch erstmal zu deinem Fazit gesprungen, um zu gucken ob dir der Wodka nun gefallen hat oder nicht. Wenn nicht, muss ich ehrlich zugeben, hätte ich den Bericht vermutlich nicht weiter gelesen.

    Was ich aber echt toll finde, ich hab echt keine Ahnung wie guter Wodka schmecken soll und was ihn ausmacht. Da hast du einen wirklich guten Einblick gegeben, weshalb ich mich jetzt auch mal durch deine anderen Alkohol-Testberichte klicken werde :D

     
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